Win-Win-Lösungen

Mediation ist ein Weg zu einer fairen und zukunftsorientierten Bereinigung eines Konfliktes. Im Vergleich zu einer juristischen Auseinandersetzung vor Gericht ist dieser Weg relativ preisgünstig. Das Wichtigste aber ist: Am Ende gibt es maßgeschneiderte Lösungen für alle Beteiligten, die nicht von einem Dritten (z.B. vom Richter) festgelegt werden, sondern von den Konfliktparteien. Sie wissen selber am besten, was passend und auf lange Sicht gut für sie ist.

 

Mediation kann unter anderem in folgenden Bereichen angewendet werden:

 

Familie, Ehe, Partnerschaft: Trennung, Scheidung, Generationskonflikte, Patchwork-Familien, Betreuung von kranken Familienangehörigen, Erbschaftsstreit, …

 

Nachbarschaft: Lärmbelästigung, Geruchsbelästigung, Schattenwurf, Parkplätze, Grenzstreitigkeiten, …

 

Wirtschaft: Betriebsinterne Arbeitsplatzorganisation, Umstrukturierungen, Personalabbau, Zahlungsstreitigkeiten mit Kunden, Mobbing, Führungsprobleme, Vermeidung von arbeitsrechtlichen Prozessen, …

 

Landwirtschaft: Hofübergabe, Grenzstreitigkeiten, Wegnutzungsrechte, Gestaltung von Gemeinschaftsprojekten, Grundstücksumwidmungen, …

 

Vereine, Gruppen, Non-Profit-Organisationen: Konflikte zwischen Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen, Umgang mit Strukturen, Haftungsfälle, …


Was tun, wenn der/die Andere nicht will?

Es kommt öfter vor, dass eine Konfliktpartei eine Mediation zur Streitbeilegung vorschlägt, während die andere Konfliktpartei zunächst nicht dazu bereit ist. Dies kann damit zusammenhängen, dass die Streitenden sowohl die sachlichen Gegebenheiten als auch die zwischenmenschlichen Differenzen aus ihrer jeweiligen Sicht unterschiedlich einschätzen oder damit, dass die Fronten bereits sehr verhärtet sind.

 

Die Erfahrung zeigt, dass durch ein offenes Gespräch über die wahrgenommenen Spannungen, in dem die eigenen Gefühle und Bedürfnisse ohne Schuldzuweisungen in Form von „Ich-Botschaften“ benannt werden, auch schwere Steine ins Rollen gebracht werden können. 

 

Probieren Sie es aus: Wenn Sie – anstatt eine Eigenschaft oder ein Verhalten Ihres Gegenübers anzuprangern – ehrlich sagen, wie es Ihnen geht und wie Sie sich fühlen, werden Sie Interesse und Nachdenklichkeit bei dieser Person auslösen.

Bei den Konfliktparteien wächst damit zugleich die Bereitschaft, über entscheidende Fragen nachzudenken:

"Was wäre der Nutzen für mich, wenn ich mich an der Mediation beteilige?“

"Was wäre ein unerwünschter Zustand, der eintreten könnte, wenn der Konflikt nicht gelöst wird (und der durch eine Mediation abgewendet werden könnte)?"